Rathaus

Feuerpolizeiliche Überprüfung

Die Feuerpolizeiliche Überprüfung, in der Umgangssprache zur „Feuerbeschau“ reduziert, ist in  vielen Gebäuden die einzige „Prüfung“ eines Gebäudes und sie ist bei so manchem Betroffenen nicht gerade beliebt, wofür er oft gute Gründe hat. Dabei wird - wie beim Vorbeugen den Brandschutz - gelegentlich noch immer übersehen, dass es sich hier um keine Schikane, sondern um eine Sicherheitsmaßnahme handelt.

Sieht man sich den Umfang der Kontrollen an, erkennt man auch deren Wichtigkeit. Hier nur einige Beispiele:

Vielfach wird die Meldungspflicht bei nachträglichen Änderungen unterlassen, wodurch der Behörde brandschutztechnische Mängel verborgen bleiben.

Die Kontrolle durch die Behörde bezieht sich aber auch auf Verschleißerscheinungen an Bauteilen, Abschlüssen, Rauchfängen, Feuerstätten, Elektroanlagen und so weiter.

Ferner werden Anordnungen, die wieder der Sicherheit dienen, bezüglich der richtigen Lagerung von Düngemitteln, Brennmaterialien, brennbaren Flüssigkeiten, Lacken, Gasen und so weiter überprüft.

Der eher technische Bereich ist aber nur die eine Seite der Feuerpolizeilichen Überprüfung. Darüber hinaus erfolgt auch eine bürgernahe Beratungstätigkeit und die Motivation der Bewohner bzw. Hauseigentümer in Sachen Brandschutzbewusstsein.

Feuerpolizeiliche Überprüfungen sind Expertensache. Am Anfang steht eine eingehende Ausbildung, die alle relevanten technischen Disziplinen wie Elektro- und Bautechnik, sowie Chemie und Maschinenbau umfasst. Überprüft muss - vom kleinsten Objekt etwa einem Einfamilienhaus bis zum Industriebetrieb - alles werden. Viele tausende Mängel werden dabei jährlich festgestellt und jeder einzelne Mangel hätte Ursache eines Brandes sein können. Was durch die „Feuerbeschau“ an Leben und Werten gerettet wurde und wird, lässt sich zwar nicht exakt messen. Aus Einzelfällen weiß man aber, dass viel Leid verhindert und viele Millionen erspart wurden.

Die Feuerpolizeilichen Überprüfungen durchzuführen, ist Aufgabe der Gemeinde. Diese bedienen sich ihrerseits wieder der Sachverständigen, vor allem jener der BVS-Brandverhütungsstelle für Oö.